Das Mercedes Software Update – Mangel bleibt bestehen

Etwa 3 Millionen Diesel von Mercedes können oder müssen sogar ein Software-Update bekommen.

Dabei wird unterschieden zwischen über einer Million Autos, die vom deutschen Kraftfahrt-Bundesamt verpflichtend zurückgerufen worden sind, weil es unzulässige Abschalteinrichtungen in den Fahrzeugen ausgemacht hatte. All diese Fahrzeuge müssen das Update bekommen. Weigern sich die Halter, droht in letzter Konsequenz die Zwangsstilllegung.

Auf der anderen Seite gibt es fast zwei Millionen weitere Fahrzeuge, die im Rahmen einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme ein Software-Update bekommen können. Der Vorgang ist genau der gleiche – auch hier wird eine Abschalteinrichtung entfernt, nur dass die betroffenen Autos bisher noch nicht verpflichtend zurückgerufen worden sind (was aber durchaus noch kommen kann).

Doch es gibt zahlreiche Probleme mit dem Software-Update. Es ist nicht einmal klar, dass es seine eigentliche Aufgabe erfüllt, das heißt, den Stickoxidausstoß auf der Straße zu senken. Gerichte sehen auch Autos mit Update als mangelhaft an – der Schadensersatzanspruch der Halter geht durch das Update also nicht verloren. Außerdem mehren sich Berichte über Probleme, die das Update am Auto hervorruft. Diese reichen von einer nachlassenden Leistung über einen plötzlich sehr hohen Verbrauch an AdBlue bis hin zu Problemen mit der Start/Stopp-Automatik.

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Mercedes lockt mit einem 100 Euro Gutschein

Vielleicht haben Sie schon von der 100-Euro-Gutscheinaktion gehört, die die Daimler AG Ende 2019 eingeführt hat? Dabei geht es darum, dass jeder Halter eines betroffenen Mercedes einen solchen Gutschein bekommen soll, der zustimmt, dass sein Auto das Software-Update bekommt. Hintergrund ist, dass Daimler bei so vielen Fahrzeugen wie möglich das Update im Zuge der freiwilligen Maßnahme aufspielen will. Denn so werden zukünftige Pflichtrückrufe verhindert oder zumindest minimiert. Es handelt sich also schlicht um eine Maßnahme, um den eigenen Ruf zu retten. Um Mercedes nicht in die Karten zu spielen raten wir deshalb, dem freiwilligen Aufruf nicht zu folgen und lieber auf den Gutschein zu verzichten.

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Software-Update

Hintergrund zum Software-Update von Mercedes

Mercedes hat unzulässige Abschalteinrichtungen verwendet und damit seine Kunden geschädigt. Die Abschalteinrichtungen sorgten dafür, dass die Autos auf dem Prüfstand deutlich weniger Stickoxid ausstießen, als auf der Straße und so die gewünschte Typengenehmigung erhalten konnten. Im Realbetrieb unter normalen Nutzungsbedingungen wurden die erlaubten Grenzwerte jedoch deutlich überschritten.

Doch das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt entdeckte die unzulässigen Abschalteinrichtungen und ordnete deshalb an, dass die betroffenen Fahrzeuge zurückgerufen werden und ein Software-Update bekommen müssen, dass ihre Legalität wieder herstellt.

Die Durchführung des Updates dauert nur etwa eine halbe Stunde und ist für die Kunden kostenlos. Laut Daimler müssen sich diese zudem keine Sorgen über mögliche negative Auswirkungen auf Parameter wie Emissionen, Geräuschniveau oder Leistung machen. Doch die Realität sieht leider anders aus.

Negative Erfahrungen mit dem Update

Zunächst einmal ist nicht klar, ob das Update überhaupt seine gewünschte Wirkung erzielt. Bei Tests der Deutschen Umwelthilfe stießen Fahrzeuge auch mit Update noch zu viel Stickoxid aus und nur minimal weniger als vor der Installierung des Updates.

Zudem werden durch das Update ursprünglich nicht geplante Änderungen an der Motorsteuerung vorgenommen. Kaum zu glauben, dass dies nicht weitere Auswirkungen haben soll. So berichten zahlreiche Autofahrer, deren Fahrzeug das Update bereits bekommen hat, von einem stark erhöhten AdBlue- und auch einem erhöhten Spritverbrauch. Zudem soll die Leistung nachgelassen haben und es gebe Vibrationen. Selbst von einer Versottung des Motors und Problemen mit der Start/Stopp-Automatik ist die Rede. Daimler gibt zwar an, Probleme die auf die Installation des Updates zurückzuführen sind, kostenfrei beheben zu wollen, doch die Beweislast liegt hier bei den Kunden. Sie sind also auf die Kulanz der Autobauers angewiesen und müssen die Kosten, wenn sie Pech haben, selbst tragen.

Auch Gerichte haben Zweifel am Software-Update und weisen regelmäßig darauf hin, dass der Mangel durch das Aufspielen des Updates nicht behoben wird, da die Kunden mit negativen Folgen rechnen müssten. Zudem kann sich Mercedes so nicht aus der Haftung stehlen. Ein Anspruch auf Schadensersatz bleibt auch dann bestehen, wenn man der Einladung folgt und das Update aufspielen lässt.

Skandale um das Update

Im Zuge des Mercedes Abgasskandals werden uns durch unsere Mandanten immer wieder Informationen zugetragen, die ein schlechtes Licht auf Mercedes werfen.

Mercedes spielt Update auch gegen den Wunsch der Kunden auf

So kommt es vor, dass ein Auto aus ganz anderem Grund in die Werkstatt gebracht wird. Bei Abholung müssen die Kunden dann feststellen, dass ohne sie zu fragen das Software-Update aufgespielt wurde. Ganz schlimm kommt es wenn die Werkstatt dies sogar gegen den Wunsch des Kunden tut. Ein Zeichen für die Verzweiflung der Daimler AG und die Bestätigung der ausgegebenen Marschroute: Kein Auto verlässt die Werkstatt ohne Update!

Kunde bekommt Rechnung nach angeblichem kostenlosem Update

Laut Anschreiben der Daimler AG ist das Update kostenlos. Doch es gibt Kunden, die anschließend eine Rechnung für das Nachfüllen von AdBlue bekommen. Angeblich sei ein voller AdBlue-Tank notwendig um das Update aufspielen zu können. Das könnte Mercedes den Kunden ja einfach mitteilen, so dass diese vor dem Termin selber für einen vollen Tank sorgen können. Stattdessen nutzt Mercedes die Möglichkeit, zu erhöhten preisen das AdBlue in der Werkstatt nachzufüllen.

Dr. Petra Brockmann
Dr. Petra Brockmann

Häufige Fragen zum Software-Update

Muss ich das Software-Update aufspielen lassen?

Das kommt darauf an, ob Ihr Fahrzeug von der freiwilligen oder von der Pflichtmaßnahme betroffen ist. Wir raten davon ab, der Einladung zur Teilnahme an der freiwilligen Maßnahme zu folgen. Weigern Sie sich dagegen, an der Pflichtmaßnahme teilzunehmen, droht in letzter Konsequenz die Stilllegung Ihres Wagens.

Mit welchen Folgen muss ich beim Update rechnen?

Es kommt vor, dass sich nach dem Update der AdBlue-Verbrauch ganz erheblich steigert. Auch von einem erhöhten Spritverbrauch, Problemen mit der Start/Stopp-Automatik und einer Versottung des Motors wird berichtet.

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