KBA erteilt Daimler AG eine Abfuhr

GLK

Lange hatte die Daimler AG sich gewehrt, doch nun wurde vom deutschen Kraftfahrt-Bundesamt erneut bestätigt: Die von dem Autobauer in hunderttausenden Mercedes Dieseln verwendeten Abschalteinrichtungen sind unzulässig.

Das KBA hatte bisher für gut 600.000 Fahrzeuge alleine in Deutschland Pflichtrückrufe angeordnet. Europaweit waren gar weit über eine Million betroffen. Daimler musste die Rückrufe durchführen und lud die betroffenen Autohalter in die Werkstatt, damit deren Fahrzeuge ein Software-Update bekommen konnten. Gleichzeitig widersprach der Autobauer den Rückrufbescheiden jedoch. Er hielt die von ihm verwendeten Abschalteinrichtungen für legal.

Doch nun ist klar: Sie sind es nicht! Denn das KBA hat bekannt gegeben, dass es die Widersprüche abgewiesen hat. In einem einzigen Fall wurde noch keine Entscheidung betroffen, da hierzu noch Unterlagen von Daimler fehlten. Doch abgesehen davon wurde bestätigt, dass die in den Mercedes Dieseln enthaltenen Abschalteinrichtungen unzulässig sind.

Die Daimler AG will sich immer noch nicht geschlagen geben und überlegt, rechtliche Schritte einzuleiten. Für betroffene Autofahrer im Mercedes Abgasskandal ist diese erneute Bestätigung der Unzulässigkeit durch das KBA jedoch sehr wertvoll. Sie dürften es nun noch einfacher haben, ihren Schadensersatzanspruch durchzusetzen.