Mercedes Abgasskandal: Fragen und Antworten

Der Mercedes Abgasskandal betrifft und verunsichert viele Kunden. Sie fragen sich, ob auch ihr Modell über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügt und wenn ja, was sie dagegen tun können.

Für alle Mercedes-Kunden, die in Österreich einen Diesel gekauft haben und sich nun diese und andere Fragen stellen, haben wir diese Seite erstellt. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen zum Mercedes Abgasskandal, sowie unsere Antworten darauf.

HAHN Rechtsanwälte steht seit 30 Jahren auf der Seite der Verbraucher. Wir vertreten bereits mehrere tausend Mandanten gegen die Daimler AG und gehören im Mercedes Angasskandal zu den erfolgreichsten Kanzleien.

Auch in Österreich lebende Mercedes-Fahrer können sich auf die Erfahrung von HAHN Rechtsanwälte verlassen. Wir vertreten Sie gerne - vor dem Landgericht Stuttgart werden auch Fälle von betroffenen Österreichern nach deutschem Recht verhandelt.

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HAHN Rechtsanwälte gehört zu den erfolgreichsten Kanzleien im Mercedes Abgasskandal und konnte schon zahlreiche Urteile gegen die Daimler AG erreichen.

Die Partner von HAHN Rechtsanwälte

Fragen und Antworten im Mercedes Abgasskandal

Welche Modelle sind vom Mercedes Abgasskandal betroffen?

Europaweit müssen 1,4 Millionen Mercedes Diesel ein Software-Update bekommen. Das betrifft nahezu alle Modelle. So sind unter anderem der GLK, der Sprinter, die A-, B-, C-, E- und S-Klasse, der ML und noch zahlreiche weitere Modelle betroffen. Zudem sollen insgesamt europaweit 3 Millionen Mercedes Diesel auf freiwilliger Basis ein Software-Update bekommen. Das umfasst nahezu jeden Diesel von Mercedes, der über die Abgasnorm Euro 5 oder Euro 6 verfügt. Alle Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, sind zudem von Fahrverboten betroffen. Und unter einem hohen Wertverlust leidet ohnehin jeder Diesel - dafür haben die Fahrverbote und der Abgasskandal ganz allgemein gesorgt. Wir haben Ihnen die von einem Pflichtrückruf betroffenen Modelle übersichtlich in einer Liste zusammengefasst.

Liste der betroffenen Modelle

Welche Dieselmotoren von Daimler sind betroffen?

Unzulässige Abschalteinrichtungen werden in immer mehr Motoren entdeckt. Zuletzt kam im Sommer 2020 der OM640 hinzu, der bis dahin noch nicht betroffen war. Von Anfang an standen die Motoren OM642 und OM651 im Fokus, da sie in vielen verschiedenen Modellen verbaut wurden. Außerdem wurden auch in den Motoren OM622 und OM626 unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt. Der OM607 gilt zudem als Verdachtsfall.

Welche Abschalteinrichtungen hat Mercedes verwendet?

Das deutsche Bundesverkehrsministerium hat Anfang 2021 davon gesprochen, dass die Daimler AG fünf unzulässige Abschalteinrichtungen verwendet hat, darunter die bereits bekannte Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung (die schon für viele Urteile verantwortlich war), sowie die AdBlue-Einspritzstrategie. Auf welche weiteren drei unzulässigen Funktionen sich die Behörde bezieht ist unklar. Unserer Auffassung nach sind auch die Funktionen Slipguard, Bit 13, Bit 14, Bit 15, sowie das Thermofenster als unzulässige Abschalteinrichtung einzustufen. Es ist also durchaus möglich, dass die deutsche Behörde noch weitere Vorrichtungen als unzulässig eingestuft hat, die der Öffentlichkeit noch gar nicht bekannt sind.

Welche Probleme gibt es mit dem Software-Update von Mercedes?

Millionen Mercedes Diesel können oder müssen sogar ein Software-Update bekommen. Dabei sollen unzulässige Abschalteinrichtungen entfernt werden, was die Autos im realen Betrieb auf der Straße wiederum sauberer machen soll. Doch ob das klappt ist fraglich. Verschiedene Messungen lassen Zweifel aufkommen. Zudem berichten Autofahrer von unerwünschten Nebeneffekten des Updates. So kann dieses für einen im Anschluss stark erhöhten Sprit- und AdBlue-Verbrauch sorgen, wodurch hohe Zusatzkosten auf die Autofahrer zukommen. Auch mit Motorschäden und einer nachlassenden Leistung muss gerechnet werden. Wird ein verpflichtendes Software-Update jedoch verweigert, droht den Autofahrern die Zwangsstillegung ihres Wagens - ein echtes Dilemma!

Weitere Informationen zum Software-Update

Wird es eine Musterfeststellungsklage gegen Mercedes geben?

Im Frühjahr 2020 sorgte die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG für Aufsehen, die am Oberlandesgericht Braunschweig verhandelt wurde und schließlich in einem Vergleich endete. Es ist durchaus möglich, dass es eine solche Musterfeststellungsklage auch gegen die Daimler AG geben wird. Für Verbraucher, die über keine Rechtsschutzversicherung verfügen, kann eine solche "Sammelklage" auch durchaus Sinn machen. Bei Unterstützung durch eine solche Versicherung kommen betrogene Autofahrer mit einer Einzelklage jedoch in der Regel schneller zu ihrem Recht und können zudem mit höheren Rückzahlungen rechnen.

Warum hat Mercedes betrogen und die Abgasreinigung manipuliert?

Leider ging es auch hier wie so häufig ums Geld. Denn aus technischer Sicher wären Autos, die auch auf der Straße den Stickoxidgrenzwert einhalten, möglich gewesen. Die Daimler AG hat sich jedoch für die Gewinnmaximierung und gegen den Schutz der Umwelt und der Bevölkerung entschieden und dadurch für einen großen Wertverlust auf Seiten der betrogenen Verbraucher gesorgt.

Was sagen das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt und das Bundesverkehrsministerium zum Mercedes Abgasskandal?

Hatten sich die Behörden bisher stets hinter die Daimler AG und die anderen Autohersteller gestellt, scheint ihre Geduld nun langsam aber sicher aufgebraucht zu sein. So stärkten Anfang 2021 zwei Äußerungen der deutschen Behörden die Rechte der Verbraucher. Zum einen gab das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bekannt, dass es die von der Daimler AG eingereichten Widersprüche gegen die Rückrufbescheide zurückgewiesen habe und bestätigte damit noch einmal die Unzulässigkeit der Abschalteinrichtungen. Zudem äußerte sich auch das Bundesverkehrsministerium und zwar dagingehend, dass es von gleich fünf unzulässigen Abschalteinrichtungen bei der Daimler AG sprach.

Artikel zum Bundesverkehrsministerium

Artikel zum KBA

Kann ich für meinen Mercedes Schadensersatz bekommen?

Wurde auch in Ihrem Diesel von Mercedes eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet, dann haben Sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Werden Sie per Schreiben darüber informiert, dass für Ihren Wagen ein Software-Update für eine Reduktion des Stickstoffdioxidausstoßes zur Verfügung steht, dann müssen Sie davon ausgehen, dass eine solche unzulässige Abschalteinrichtung vorhanden ist. Im Zuge einer erfolgreichen Schadensersatzklage können Sie das manipulierte Fahrzeug zurückgeben und bekommen im Gegenzug den Kaufpreis (abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer) erstattet.

Rechnen Sie selbst aus, wie hoch Ihr Schadensersatz ausfallen kann!

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Was kann ich tun, wenn ich ein Schreiben von Daimler bekommen habe?

In Österreich werden betroffene Fahrzeughalter durch einen Brief vom Verband der Versicherungsunternehmen informiert. Beiliegend ist ein Schreiben von Daimler, sowie eines vom Sozialministerium. Daimler informiert in den Schreiben darüber, dass für das Fahrzeug des Kunden ein Software-Update zur Verfügung steht. Dem Schreiben kann dieser zudem entnehmen, ob es sich um eine verpflichtende Rückrufaktion oder die sogenannte freiwillige Kundendienstmaßnahme handelt. Sobald Sie ein solches Schreiben erhalten haben, sollten Sie sich anwaltliche Hilfe holen. Denn höchstwahrscheinlich verfügt Ihr Fahrzeug über eine unzulässige Abschalteinrichtung. Sie haben deshalb Anspruch auf Schadensersatz! Im Zuge einer persönlichen Beratung besprechen wir gern - kostenfrei und unverbindlich - Ihren individuellen Fall.

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Ich habe mein Auto in Östereich gekauft - ändert das etwas an meinen Rechten?

Auch wenn Sie Ihren Mercedes in Österreich erworben haben, haben Sie die Möglichkeit, in Deutschland auf Schadensersatz zu klagen. Verhandelt wird dabei nach deutschem Recht und am Gerichtsstandort des Autobauers - im Falle der Daimler AG also vor dem Landgericht Stuttgart. Wir selbst konnten schon zahlreiche positive Urteile an diesem Gericht für unsere Mandanten erzielen.

Ich bin Österreicher - was sind meine Möglichkeiten?

Haben SIe Ihren Wagen in Deutschland gekauft, spielt es keine Rolle, ob Sie dies als deutscher oder österreichischer Staatsbürger getan haben. Sie können am Gerichtsstandort des Herstellers (im Falle von Mercedes wäre dies das Landgericht Stuttgart) oder am Standort des Autokaufs auf Schadensersatz klagen. Denn durch den Kauf ist Ihnen der Schaden entstanden.

Zahlt meine österreichische Rechtsschutzversicherung für die Klage?

Österreichische Rechtsschutzversicherungen geben uns regelmäßig Deckungszusagen für Klagen gegen die Daimler AG. Wir gehen davon aus, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Erst recht, nachdem sich die Rechtssprechung im Mercedes Abgasskandal immer mehr gegen die Daimler AG wendet. Zahlreiche Oberlandesgerichte haben sich bereits mit verbraucherfreundlichen Beschlüssen und Hinweisen zu Wort gemeldet oder den Autobauer gar schon zu Schadensersatz verurteilt.

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