Betroffene Modelle im Mercedes Abgasskandal

Der Mercedes Abgasskandal betrifft gut drei Millionen Diesel von Mercedes. Zunächst einmal gibt es bereits verpflichtende Rückrufe für über eine Million Fahrzeuge. Hinzu kommt eine freiwillige Kundendienstmaßnahme für weitere zwei Millionen Autos. Sie haben jedoch alle etwas gemeinsam: Denn wenn die Autos in die Werkstatt kommen müssen oder sollen, dann bekommen sie dort ein Software-Update. Dabei sollen die unzulässigen Abschalteinrichtungen entfernt werden.

Wichtig zu wissen ist auch, dass es regelmäßig vorkommt, dass eine freiwillige Maßnahme in einen Pflichtrückruf umgewandelt wird. Das kann teilweise innerhalb weniger Wochen geschehen. Betroffene Fahrzeughalter bekommen zunächst ein Schreiben, in dem es heißt, dass für ihr Fahrzeug ein Software-Update zur Verfügung steht und sie dieses auf freiwilliger Basis aufspielen lassen können. Kommen sie dem nicht nach, kann es passieren, dass kurze Zeit später ein zweites Schreiben ins Haus flattert, in dem es dann plötzlich heißt, dass das Fahrzeug von einem Pflichtrückruf betroffen ist und das Update nun auf jeden Fall bekommen muss. Denn weigert man sich, an einer verpflichtenden Maßnahme teilzunehmen, droht die Zwangsstilllegung des Autos.

Für die folgenden Mercedes Modelle gab es bereits Pflichtrückrufe. Sie sind also ohne Zweifel vom Mercedes Abgasskandal betroffen und den betroffenen Käufern steht ein Anspruch auf Schadensersatz zu:

(Übrigens: Die Daimler AG hält die von ihr genutzten Abschalteinrichtungen für korrekt und hat deshalb Widerspruch gegen die Rückrufbescheide eingelegt. Das KBA gab aber im Februar 2021 bekannt, dass es diese zurückgewiesen habe. Daimler hat geschummelt, Punkt.)

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Mercedes Abgasskandal

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Schadensersatz auch bei freiwilliger Kundendienstmaßnahme

Befindet sich in Ihrem Auto eine unzulässige Abschalteinrichtung, haben Sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Dabei geben Sie das manipulierte Fahrzeug an Mercedes zurück und bekommen den Kaufpreis erstattet. Lediglich eine Nutzungsentschädigung für die bereits gefahrenen Kilometer müssen Sie sich anrechnen lassen. Ein solcher Anspruch auf Schadensersatz besteht auch, wenn Ihr Fahrzeuge bisher nicht verpflichtend zurückgerufen wurde, sondern lediglich im Rahmen der freiwilligen Kundendienstmaßnahme das Update bekommen sollte. Auch hier sprechen Gerichte regelmäßig Schadensersatz zu.

freiwilliger Kundendienstmaßnahme

Die betroffenen Modelle

C-Klasse
Pflichtrückrufe gibt es für folgende C-Klasse Modelle:

  • C 180 BlueTEC / Motor OM626 / Euro 6 / 2014-2018
  • C 180d / Motor OM626 / Euro 6 / 2014-2018
  • C 200 BlueTEC / Motor OM626 / Euro 6 / 2014-2018
  • C 200d / Motor OM626 / Euro 6 / 2014-2018
  • C 300 BlueTEC Hybrid / OM651 / Euro 6 / 2014-2016
  • C 300 h / OM651 / Euro 6 / 2014-2016
  • C 300 Hybrid / OM651 / Euro 6 / 2013-2016

Sowie

  • C-Klasse / OM651 / Euro 5 / 2008-2014

Die C-Klasse ist umfangreich vom Abgasskandal betroffen. Zum einen waren gleich mehrere Modelle Teil der ersten großen Rückrufaktion von Mercedes, bei der alleine in Deutschland 280.000 Diesel ein Update bekommen mussten – alle mit der Abgasnorm Euro 6b.

Im Juni 2020 wurde dann bekannt, dass auch die Euro 5 C-Klassen über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügen. 30.000 Fahrzeuge der C-, E- und S-Klassen müsse ein Update bekommen, das die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung entfernt.

E-Klasse
Auch die E-Klasse war zunächst umfangreich vom Rückruf für Euro 6b Diesel von Mercedes betroffen. Schließlich nahm das KBA diesen Rückruf für die E-Klasse Modelle jedoch wieder zurück. Der Pflichtrückruf wurde in eine freiwillige Rückrufaktion umgewandelt. Einen Anspruch auf Schadensersatz haben Sie dennoch, denn regelmäßig sprechen Gerichte den auch dann zu, wenn das Fahrzeug noch gar nicht offiziell zurückgerufen wurde. Dies betrifft die folgenden Modelle:

  • E 300 BlueTEC / Motor OM42 / Euro 6 / 2013-2016
  • E 350d / Motor OM642 / Euro 6 / 2013-2016
  • E 350 BlueTEC / Motor OM642 / Euro 6 / 2013-2016
  • E 350 BlueTEC 4MATIC / Motor OM642 / Euro 6 / 2013-2016
  • E 350d / OM642 / Euro 6 / 2016-2017
  • E 350d 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2016-2017

Etwas später wurde auch die E-Klasse mit der Abgasnorm Euro 5 zurückgerufen. Dabei handelt es sich um eine Ausweitung des ursprünglich nur den GLK betreffenden Rückrufs, der auf die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung zurückzuführen ist.

  • E 250 4MATIC / Euro 5 /2010-2011

Zudem wurde dieser Rückruf im Sommer erneut ausgeweitet und traf nun 30.000 Fahrzeuge der C-, E- und S-Klasse mit dem Motor OM651 und der Abgasnorm Euro 5.

S-Klasse
Pflichtrückrufe für die S-Klasse:

  • S 300 BlueTEC Hybrid / OM651 / Euro 6 / 2013-2016
  • S 300 H / OM651 / Euro 6 / 2013-2016
  • S 350d / OM642 / Euro 6 / 2013-2017
  • S 350 BlueTEC / OM642 / Euro 6 / 2013-2017
  • S 350 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2013-2017
  • S 350 BlueTEC 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2013-2017

Doch auch die Euro 5 Modelle sind bereits zurückgerufen worden und zwar im Sommer 2020 im Rahmen einer Sammelaktion. Diese galt für 30.000 Fahrzeuge der C-, E- und auch der S-Klasse. Alle diese Fahrzeuge verfügen über den Motor OM651 und die Abgasnorm Euro 5.

A-Klasse und B-Klasse
Die A-Klasse und die B-Klasse schienen zunächst nicht vom Mercedes Abgasskandal betroffen zu sein. Doch das änderte sich in 2020. Im Sommer wurde bekannt, dass Mercedes 30.000 A- und B-Klasse Autos in die Werkstätten holen muss. Sie verfügen über den Motor OM640, ein Motor, der bisher noch nicht aufgefallen war. Alle Fahrzeuge verfügen über die Abgasnorm Euro 5.

Im August 2020 wurde dies noch einmal ausgeweitet und zwar auf konkret folgende Modelle:

  • A 160 CDI / OM640 / Euro 5 / bis 2010
  • A 180 CDI / OM640 / Euro 5 / bis 2010

 

Weitere betroffene Modelle

Sprinter
Der Sprinter gehört zu den Modellen, die im Abgasskandal mit am umfangreichsten betroffen sind. Zunächst war er Teil des ersten großen Rückrufs für Euro 6b Autos von Mercedes:

  • Sprinter / OM 651 / Euro 6 / 2015-2018

Im Oktober 2019 ging es dann erst richtig los. Über 100.000 Sprinter musste Mercedes nach einem Bescheid des KBA zurückrufen. Sie alle nutzten den Motor OM651 und verfügten über die Abgasnorm Euro 5. Produziert wurden sie bis 2016.

GLK
Der Mercedes GLK leitete sozusagen die zweite große Rückrufwelle im Mercedes Abgasskandal ein. Aber der Reihe nach.
Erst einmal gehörte auch der GLK zu den vielen Modellen, die bereits 2018 zurückgerufen worden waren, genauer gesagt diese zwei Modelle:

  • GLK 220 BlueTEC 4MATIC / OM651 / Euro 6 / 2012-2015
  • GLK 250 BlueTEC 4MATIC / OM651 / Euro 6 / 2012-2015

Im Sommer 2019 folgte dann der große GLK Rückruf, bei dem 60.000 Fahrzeuge ein Software-Update bekommen sollten. Hintergrund war die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung, die laut KBA eine unzulässige Abschalteinrichtung darstellte. Es handelte sich um folgende Modelle:

  • GLK 220 CDI / OM651 / Euro 5 /2012-2015
  • GLK 220 CDI 4MATIC / OM651 / Euro 5 /2012-2015
  • GLK 200 CDI / OM651 / Euro 5 /2012-2015

Vito und Viano
Der Vito und der Viano sind gleich in mehrfacher Hinsicht vom Mercedes Abgasskandal betroffen. Im Mai 2018 wurde der allererste Rückruf im Mercedes Abgasskandal bekannt – dieser betraf 5.000 Vito Fahrzeuge. Kurz darauf folgte dann der ganz große Rückruf von europaweit 700.000 Fahrzeugen. Auch hier war der Vito gleich mehrfach vertreten:

  • Vito, Vito Tourer / OM651 / Euro 6 / 2014-2018
  • Vito / OM622 / Euro 6 / 2015-2018

Doch es kam noch schlimmer. 2019 ging es dann den Vans allgemein an den Kragen. Mehrere hunderttausende Autos der Modelle Vito, Viano und Sprinter wurden zurückgerufen. Hiervon ist dann entsprechend auch der Viano betroffen. Es geht dabei um Euro 5 Fahrzeuge mit dem Motor OM651, die bis 2016 produziert worden sind.

ML
Der Mercedes ML wird intern als M-Klasse bezeichnet. 2015 wurde sie in GLE umbenannt (auch dieses Nachfolgemodell ist vom Abgasskandal betroffen).

Beim ML sind zwei Modelle betroffen, die Teil der großen Rückrufaktion von 2018 sind:

  • ML 250 BlueTEC 4MATIC / OM651 / Euro 6 / 2011-2015
  • ML 350 BlueTEC 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2012-2015

SLK und SLC
Als das KBA 2018 einen Rückruf für europaweit 700.000 Mercedes Diesel anordnete, waren auch der SLC und der SLK dabei, genauer gesagt die folgenden Versionen:

  • SLC 250d / OM651 / Euro 6 / 2015-2017
  • SLK 250d / OM651 / Euro 6 / 2015-2017

G-Klasse, GL, GLC, GLE und GLS
Gleich mehrere Modelle mit der Abgasnorm Euro 6b sind hier betroffen. Wobei auf die Umbenennungen der Modelle geachtet werden muss. Der GLE hieß bis 2015 ML bzw. M-Klasse.
Und der GL wurde 2015 in den GLS umbenannt. Betroffen sind sie jedoch alle!

  • G 350d / OM642 / Euro 6 / 2015
  • GL 350 BlueTEC 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2012-2015
  • GLC 220d 4MATIC / OM651 / Euro 6 / 2015-2016
  • GLC 250d 4MATIC / OM651 / Euro 6 / 2015-2016
  • GLS 350d 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2015-2017
  • GLE 250d / OM651 / Euro 6 / 2015-2018
  • GLE 250d 4MATIC / OM651 / Euro 6 / 2015-2017
  • GLE 350d 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2015-2017

CLS
Ähnlich wie bei einzelnen Modellen der E-Klasse wurde auch beim CLS ein Rückruf durch das KBA zurückgenommen. Der Pflichtrückruf wurde in eine freiwillige Servicemaßnahme umgewandelt. Ein Anspruch auf Schadensersatz besteht dennoch, denn regelmäßig sprechen Gerichte Entschädigung zu auch bei Fahrzeugen, die „nur“ freiwillig zurückgerufen worden sind:

  • CLS 350d / OM642 / Euro 6 / 2013-2017
  • CLS 350 BlueTEC / OM642 / Euro 6 / 2013-2017
  • CLS 350d 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2013-2017
  • CLS 350 BlueTEC 4MATIC / OM642 / Euro 6 / 2013-2017

V-Klasse
Auch die V-Klasse wurde bereits 2018 zurückgerufen, als alleine in Deutschland 280.000 Diesel von Mercedes betroffen waren. Dabei handelte es sich um folgendes Modell:

  • V-Klasse / OM651 / Euro 6 / 2014-2018
Dr. Petra Brockmann
Dr. Petra Brockmann

Häufig gestellte Fragen zu den betroffenen Modellen

Was tun, wenn ein Schreiben von Daimler ankommt?

Sie haben ein Schreiben vom Daimler, bzw. vom KBA bekommen, in dem Ihnen ein Software-Update für Ihren Mercedes Diesel angeboten wird? Dann sollten Sie prüfen, ob es sich um einen verpflichtenden Rückruf oder eine freiwillige Maßnahme handelt - und uns in jedem Fall kontaktieren. Denn wir sehen in beiden Fällen einen Schadensersatzanspruch, den wir gerne für Sie durchsetzen. Einem Pflichtrückruf sollten Sie nachkommen, da sonst die Stilllegung droht.

Welche Rechte habe ich bei der freiwilligen Kundendienstmaßnahme?

Sollte für Ihr Fahrzeug im Rahmen einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme ein Software-Update zur Verfügung stehen, müssen Sie dieses nicht aufspielen lassen. Es kann aber passieren, dass in kurzer Zeit aus einer freiwilligen Maßnahme ein Pflichtrückruf wird, den Sie dann nicht mehr ignorieren können. Auch bei der freiwilligen Maßnahme haben Sie jedoch einen Anspruch auf Schadensersatz.

Was spricht gegen das Software-Update?

Aus technischer Sicht raten wir vom Mercedes Software-Update ab. Wenn der Rückruf nicht verpflichtend ist, sollten Sie das Update daher nicht aufspielen. Es ist zwar kostenlos, doch ob es wirkt, ist unklar. Zudem berichten immer mehr Mercedesfahrer, dass ihr AdBlue-Verbrauch nach dem Update sprunghaft angestiegen ist. Auch von einer nachlassenden Leistung ist die Rede. Die Langzeitfolgen sind noch gar nicht abzusehen.

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